Berlin, 04. März 2026
Pressemitteilung
Versorgung mit Heizöl und Kraftstoffen in Deutschland ist gesichert
Die militärische Eskalation in der Golfregion sorgt für erhebliche Verunsicherung an den
internationalen Energiemärkten. An den Rohölmärkten ist es infolge der geopolitischen
Unsicherheiten zu spürbaren Markt- und Preisbewegungen gekommen, die sich auch auf
verarbeitete Produkte wie Benzin, Diesel oder Heizöl hierzulande auswirken.
Internationale Märkte von Unsicherheiten geprägt
Die weiteren Entwicklungen an den Rohölmärkten sind derzeit schwer zu prognostizieren und im
Wesentlichen vom Konfliktverlauf in der Golfregion abhängig. Entsprechend könnte auch die
Preisentwicklung an den internationalen Märkten weiterhin von Unsicherheiten geprägt sein. Nach
Einschätzung von UNITI ist die Versorgungslage in Deutschland stabil. Die internationale
Rohölversorgung ist breit diversifiziert, Importstrukturen sind vorhanden und funktionsfähig. Auch die
logistischen Prozesse im Binnenmarkt laufen regulär. Darüber hinaus werden über den
Erdölbevorratungsverband Vorräte an Erdöl und Erdölerzeugnissen (Benzin, Dieselkraftstoff, Heizöl EL
und Flugturbinenkraftstoff) im Umfang von mindestens 90 Tagen der entsprechenden Nettoimporte
von Rohöl und Mineralölprodukten, bezogen auf das vorangegangene Jahr und ausgedrückt in
Rohöläquivalenten, gehalten.
Bevorratung erhöht Handlungsspielraum für Heizölkunden
Im Wärmemarkt bietet die Möglichkeit der Eigenbevorratung einen besonderen Stabilitätsfaktor:
Haushalte mit Ölheizung verfügen über eigene Tanks und können ihren Einkauf flexibel gestalten.
Diese Struktur erhöht die Resilienz des Systems und schafft Handlungsspielraum für Verbraucherinnen
und Verbraucher. Haushalte mit ausreichendem Füllstand verfügen über zeitlichen Spielraum und
können die weitere Marktentwicklung gerade angesichts des bevorstehenden Endes der Heizperiode
beobachten. „Die Möglichkeit der Bevorratung ist ein wesentlicher Vorteil von Heizöl.
Verbraucherinnen und Verbraucher können selbst entscheiden, wann sie welche Mengen bei welchem
regionalen Anbieter kaufen und damit Preisschwankungen strategisch begegnen“, so Dirk Arne Kuhrt,
Geschäftsführer des UNITI-Kompetenzbereichs Wärmemarkt.
Auswirkungen auf den Kraftstoffmarkt
Auch im Kraftstoffmarkt sind die Strukturen und die Versorgungslage stabil. Deutschland verfügt über
funktionierende Lieferketten und gut ausgebaute Raffinerie- und Lagerkapazitäten. Die Preise an den
Tankstellen werden von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst, Ausschläge an Rohstoffmärkten zählen
dazu und sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich.
Über UNITI:
Der UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V. repräsentiert in Deutschland rund 90 Prozent des
mittelständischen Energiehandels und bündelt die Kompetenzen bei Kraftstoffen, Brennstoffen sowie
Schmierstoffen. Täglich frequentieren über 4,3 Millionen Kunden die ca. 8.650 Straßentankstellen der
UNITI-Mitgliedsunternehmen, welche ca. 62 Prozent des Straßentankstellenmarktes ausmachen. Mit etwa
3.700 freien Tankstellen sind bei UNITI zudem fast 70 Prozent der freien Tankstellen organisiert. Überdies
versorgen die UNITI-Mitglieder etwa 20 Millionen Menschen mit Wärme. Die Verbandsmitglieder decken
rund 95 Prozent des Gesamtmarktes für flüssige und feste Brennstoffe ab. Ebenso zählen mit einem
Marktanteil von über 95 Prozent die meisten Schmierstoffhersteller und Schmierstoffhändler in
Deutschland zum Verband. Die rund 1.000 Mitgliedsfirmen von UNITI erzielen einen jährlichen
Gesamtumsatz von etwa 95 Milliarden Euro und beschäftigen rund 100.000 Arbeitnehmer in Deutschland.
Pressekontakt UNITI:
Alexander Vorbau, M.A.
Leiter Kommunikation
Tel.: (030) 755 414-520
E-Mail: vorbau@uniti.de
UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V
Quelle: https://www.uniti.de/kommunikation/pressemitteilungen/artikel/versorgung-mit-heizoel-und-kraftstoffen-in-deutschland-ist-gesichert
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